Geschichte(n) aus dem Dachboden Zur Arbeit des Genisaprojekts Veitshöchheim

Datum: 
Donnerstag, 19. Mai 2011

Donnerstag, 19. Mai, 20 Uhr, Seminarraum des Jüdischen Kulturmuseums in Veitshöchheim

Es berichten Dr. Martina Edelmann und Frau Elisabeth Singer M.A.

Über Jahrhunderte prägte jüdisches Leben die Dörfer und Kleinstädte im heutigen Franken. Die noch verbliebenen Zeugnisse der jüdischen Geschichte nach ihrer Auslöschung im Nationalsozialismus sind vor allem Reste ehemaliger, heute baulich veränderter Synagogen oder weit außerhalb einer Ortschaft liegende jüdische Friedhöfe. Zu den Spuren jüdischen Lebens zählen aber auch Genisafunde. Einer der größten und wichtigsten Genisafunde kam 1986 in Veitshöchheim zum Vorschein. Eine kleine Auswahl daraus ist seit 1994 in der Dauerausstellung im Jüdischen Kulturmuseum in Veitshöchheim zu sehen. Da eine Genisa als wertvolle Informationsquelle für jüdisches Leben jedoch unbedingt systematisch erschlossen werden muss, wurde 1998 das Genisaprojekt Veitshöchheim am Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim eingerichtet. Hier wird seitdem Genisamaterial aus verschiedenen Orten Frankens gesichtet, näher bestimmt und in einer Datenbank inventarisiert. Einen genaueren Einblick in die Arbeitsweise und in Ergebnisse der Arbeit am Genisaprojekts Veitshöchheim, gibt der Vortrag der Leiterin des Projekts, Dr. Martina Edelmann. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Projekt, Elisabeth Singer, wird einige ausgewählte Texte genauer vorstellen.