Veranstaltungen 2005

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Autorenlesung
11. Februar 2005
 
      
 
      
 
 
      
 

Dr. Astrid Freyeisen las aus ihrem Buch

 

Chanson für Edith

Das Leben des Norbert Glanzberg

 

Der Würzburger Historikerin, Journalistin und Sinologin Dr. Astrid Freyeisen ist es zu verdanken, dass der Komponist Norbert Glanzberg, der mit seiner Filmmusik und seinen Chansons für Edith Piaf Weltruhm erlangte, der Vergessenheit entrissen wurde. Galt er doch in seiner Heimatstadt Würzburg bis 1997 verschollen. Bei Recherchen für eine Sendung des Bayerischen Rundfunks stieß Astrid Freyeisen zufällig auf den seit seiner Emigration 1933 in Frankreich lebenden Komponisten. Aus einem Telefonat entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit, in der der alte Norbert Glanzberg der jungen Würzburgerin aus seinem Leben und künstlerischen Schaffen als Komponist und Pianist erzählte. Diese Berichte bilden die Story für das Buch „Chanson für Edith“. Seine Aufgeschlossenheit und Freundschaft für Astrid Freyeisen gewähren Einblicke in das hoffnungsvolle Debüt einer außergewöhnlichen musikalischen Begabung in Würzburg und Berlin, in die Hungerjahre des erzwungenen Exils, in die wechselvolle Zeit der Kriegs- und Nachkriegsjahre in Frankreich, in die für ihn schicksalhafte Begegnung mit Edith Piaf und anderen musikalischen Größen seines musikalischen Genres. Eine späte Ehrung, ein Jahr vor seinem Tode, wurde ihm mit der Verleihung des „Würzburger Kulturpreises“ im Jahre 2000 zu Teil.

Begleitet wurde die Lesung mit musikalischen Kostproben der Chansons von Edith Piaf.


Konzert
10. März 2005
 
 

Trio „Magalnyk“ im Bacchuskeller

Best Klezmer from Israel

 

Iliya Magalnyk – Akkordeon

Pavel Vinnitsky – Klarinette

Leonid Rutshtein – Violine

 

Das Trio "Magalnyk" ist mit das Beste, was Israel zur Zeit in Sachen Klezmermusik zu bieten hat. Die diplomierten Musiker kamen Anfang der 90er Jahre als Immigranten nach Israel, wo sie seit 1998 in Triobesetzung unter dem Namen Magalnyk auftreten. Über 500 Konzerte in den letzten sieben Jahren führten sie u. a. nach Polen, Frankreich, Österreich und in die USA. Im März 2005 waren sie zum ersten Mal auf einer Konzerttour in Deutschland - Veitshöchheim war die erste Station.
Jeder einzelne eine musikalische Persönlichkeit für sich, finden sie in dieser Triobesetzung ihre kreative und inspirierende Optimierung. Die Mischung aus beeindruckender Virtuosität und spielerischer Leichtigkeit verlieh ihrem Programm eine überzeugende Ausdruckskraft.
Eine Auswahl von Musikstücken ihrer letzten CD "The wandering stars" belegte die Spielfreude, Virtuosität und das kongeniale Zusammenspiel dieses exzellenten Trios.


Führung
16. April 2005
 

Führung durch die Sonderausstellung im Würzburger
Museum am Dom

Götter, Mythen und Symbole

 Wege ins Jenseits

Die Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums der Universität Würzburg besitzt eine bedeutende ägyptische Sammlung, die leider zum größten Teil unveröffentlicht im Museumsmagazin schlummert. Die Sonderausstellung machte diese Schätze einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und zeichnete die ägyptische Jenseitsvorstellung von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Zeit der griechischen und römischen Herrschaft nach.

Durch die Ausstellung führte Frau Dr. Irma Wehgartner, Konservatorin des Martin-von-Wagner-Museums und stellvertretende Vorsitzende der Simon-Höchheimer-Gesellschaft.


Ausstellung
3.-26. Juni 2005
 

Ausstellung im Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim · Thüngersheimer Straße 17:

Traumkraut

Bilder von Barbara Henn

zu Gedichten von Yvan Goll und Paul Celan

Frau Dr. Wehgartner trug die Gedichte vor und die Künstlerin führte in die Ausstellung ein.

„... Manchmal erinnern die einzelnen Bildelemente an Architektur, an Landschaft oder auch an Stillleben. Gemeint ist solches nicht. Bestimmend sind die Farben und deren Kombination. Aus ihnen ergibt sich eine gewisse Stimmung; Fließendes, Flirrendes oder Ruhendes können sich ausdrücken. Weiße Zonen im Bild oder auch kompaktere Farbfelder geben Spannungsakzente zu den lichten fast wie mit einem Schleier überdeckten Zonen. Auch räumliche Effekte entstehen so.  Was die lebendige Gliederung der Bilder unterstützt, sind feine, fast zittrige, zarte Linien und auch eingekratzte Spuren. Bei manchen Bildern ist unter der transparenten Farbe gerade noch ein darunter liegender Text zu sehen. All dies hat Bedeutung im persönlichen Erleben der Künstlerin.“ (Renate Freyeisen)

In Mannheim geboren, Sprachstudium in Heidelberg, begann Barbara Henn 1980 mit ersten Malversuchen, Aquarellen. Sie war Schülerin von L. von Crailsheim in Altenschönbach; an der Kunstakademie Trier waren Joe Allen und Jochen Stenschke ihre Lehrer. 1999 ließ sie sich zur Kunsttherapeutin ausbilden. Frau Henn stellte u. a.  seit 1984 in Würzburg und Umgebung, Wiesbaden, Irschenhausen-Icking, Bastia Umbra, Caen und Stuttgart aus.


Führung
15. Juli 2005
 
 

Sprachgeschichtlicher Spaziergang durch Würzburg

mit unserem Mitglied 
Professor Dr. Dr. h. c. mult. Norbert Richard Wolf

In einem Spaziergang durch Würzburgs Innenstadt wurden einige Stätten aufgesucht, die für die sprachliche und kulturelle Entwicklung der Stadt Bedeutung haben. Der betrachtete Zeitraum umfasste das ganze Mittelalter und die frühe Neuzeit, mit einigen Ausblicken auf spätere Zeiten.

Trotz eines heftigen Gewitterregens kurz vor und am Ende der Führung nahm eine mehr als fünfzigköpfige Gruppe an dem Spaziergang teil, der feuchtfröhlich im Keller der ehemaligen Martinsklause ausklang.

 

Professor Dr. Norbert Richard Wolf, ein humorvoller Salzburger, ist Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Würzburg. Für seine Verdienste erhielt er die Ehrendoktorwürden der Universitäten Umea (Schweden) und Jyväskylä (Finnland). Norbert Richard Wolf  bekleidete Gastprofessuren in Texas, China, Italien sowie Russland und initiierte einen regen Austausch von deutschen mit ausländischen Studenten. An seinem Institut leitet er das Forschungsprojekt "Sprachatlas von Unterfranken". So "nebenbei" ist er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim und Mitglied des Rates für Deutsche Rechtschreibung.


Konzert
30. September 2005

8. Sommerkonzert

in Zusammenarbeit mit dem Verband ehemaliger Veitshöchheimer e.V. im

Sebastian-Englerth-Saal

der Bayer. Landesanstalt für Wein- u. Gartenbau Veitshöchheim

 

 

Andrea Carola Kiefer, Akkordeon

Anikó Zeke, Cello

 

In der Kombination von Akkordeon und Violoncello spielten Andreas Wirth-Kiefer und Anikó Zeke von Johann Sebastian Bach, Klaus Hinrich Stahmer, Einojuhani Rautavaara und Astor Piozzolla.

Andrea Kiefer, Jahrgang 1976,  studierte Akkordeon und Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Würzburg und nahm mehrfach an der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg teil. Seit 2001 hat sie einen Lehrauftrag im Fach Akkordeon an der Universität Würzburg. Neben Aufnahmen beim Saarländischen, Hessischen und Bayerischen Rundfunk wirkte sie bei mehreren CD-Einspielungen mit.

 

Anikó Zeke, 1975 in Jugoslawien geboren, ist seit 1989 Mitglied in verschiedenen Orchestern, arbeitet mit den Philharmonischen Orchestern Würzburg und Augsburg zusammen und wirkt bei Produktionen der Pasinger Fabrik mit. Sie erhielt Stipendien der Münchner Orchesterakademie und der Bayerischen Staatsoper München. An der Oper Frankfurt ist sie seit 2002 in Projekten engagiert.

Das Duo AZAK wurde 1998 gegründet. Neben der zeitgenössischen  Originalliteratur für diese Besetzung zählen insbesondere Werke des Barock zum Repertoire des Ensembles; hier übernimmt das Akkordeon den Part des obligaten Cembalo. Bereichert wird die musikalische Bandbreite um Bearbeitungen der Klassik und unterhaltsamer Genres. Darüber hinaus widmet sich das Ensemble der Aufführung der Werke des argentinischen Komponisten und Bandoneonisten Astor Piazzolla.

 

10 Jahre Simon-Höchheimer-Gesellschaft

 

Am 20. November 2005 feierte die Simon-Höchheimer-Gesellschaft mit einer Matinee ihren zehnjährigen Geburtstag. Sie hat zum Jubiläum eine Festschrift herausgegeben, die dem Leben und Wirken des Arztes und Schriftstellers Simon Höchheimer, des großen Sohnes Veitshöchheims im 18. Jahrhundert, gewidmet ist:

 

Die Festschrift mit 56 Seiten und 9 Farbbildern (ISBN 3-00-017369-2) kann über die Gemeinde Veitshöchheim oder über die Simon-Höchheimer-Gesellschaft für nur 5 Euro erworben werden.

Inhalt:

Timinger, Almud: Gedanken zur Kindheit Simon Höchheimers in Veitshöchheim.

Renda, Gerhard: »Freilich bin ich ein Jude: ich fühle dieß schwere Hinderniß.« – Nachforschungen über Simon Höchheimer.

Och, Gunnar: Simon Höchheimer – ein jüdischer Aufklärer aus Franken.

 


Matinee
20. November 2005

10 Jahre Simon-Höchheimer-Gesellschaft

 

Am 20. November 2005 feierte die Simon-Höchheimer-Gesellschaft mit einer Matinee ihren zehnjährigen Geburtstag. Der Festakt fand mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur im Sitzungssaal des Veitshöchheimer Rathauses statt. Den musikalischen Rahmen gestaltete das Schwander-Goltz-Duo aus Veitshöchheim.

 

 

Professor Dr. Gunnar Och von der Universität Erlangen sprach in seinem Festvortrag über

 

»Simon Höchheimer im Kontext der jüdischen Aufklärung«.

 

 

 

Zum Jubiläum hat die Gesellschaft eine farbig bebilderte Festschrift (56 Seiten, 5 Euro, ISBN 3-00-017369-2) herausgegeben, die dem Leben und Wirken des Arztes und Schriftstellers Simon Höchheimer, des großen Sohnes Veitshöchheims im 18. Jahrhundert, gewidmet ist.

 

Inhalt:

Timinger, Almud: Gedanken zur Kindheit Simon Höchheimers in Veitshöchheim.

Renda, Gerhard: »Freilich bin ich ein Jude: ich fühle dieß schwere Hinderniß.« – Nachforschungen über Simon Höchheimer.

Och, Gunnar: Simon Höchheimer – ein jüdischer Aufklärer aus Franken.