Veranstaltungen 2002/ 2003

      

Museumsbesuch
6. November 2002

 

 

Sonderführung durch das neue Würzburger

Museum im Kulturspeicher

Die Leiterin des Museums, Frau Dr. Marlene Lauter, führte durch die Ausstellung und stellte exemplarisch Werke aus der „Städtischen Sammlung“ und der „Konkreten Kunst in Europa nach 1945 · Sammlung Peter C. Ruppert“ vor. 

Anschließend gemütliches Beisammensein im Museumsrestaurant „Lumen“.


Exkursion
11. Januar 2003


Exkursion nach Aschaffenburg

Das Rätsel Grünewald


Das Haus der Bayerischen Geschichte versuchte das Rätsel um Leben und Werk dieses in Würzburg geborenen Künstlers, Zeitgenosse Dürers, zu lüften und in einer umfassenden Landesausstellung im Schloss Johannisburg zu präsentieren. 
Die expressive und moderne Art der Malerei des
Mathis Gothard-Nithart (um 1480-1528) regte Künstler des 20. Jahrhunderts zu einer geistigen Auseinandersetzung an. Dieses hochinteressante Kapitel der Grünewaldrezeption wurde in der ehemaligen Jesuitenkirche in Aschaffenburg unter dem Titel

Grünewald in der Moderne   

gezeigt.

Für beide Ausstellungen wurde eine Führung organisiert.

Vortrag
26. März 2003

 


Dia-Vortrag von
unserem Mitglied
Professor Dr. Dr. Karlheinz Müller

 

 

Der Stein schreit aus der Mauer
Die Memoria der Judensteine aus der Pleich

 

 

1987 wurden beim Abriss der „Landelektra“, dem ehemaligen Martinskloster in der Würzburger Pleich, 1504 Grabsteine des einstigen jüdischen Friedhofs aufgefunden, die unter Mitwirkung Professor Dr. Müllers geborgen und im Rothof gelagert, gereinigt und zugeordnet wurden. In diesem Zustand präsentierte vor einigen Jahren Prof. Müller den Mitgliedern und Freunden der SHG die „Judensteine aus der Pleich“ . Mittlerweile wurde die im internationalen Rahmen durchgeführte wissenschaftliche Auswertung der Grabsteine, die später einmal ihren Platz im Museum des jüdischen Zentrums im Würzburg »Shalom Europa« finden werden, weitgehend abgeschlossen. Die Steine erzählen menschliche Schicksale, berichten vom Leben der jüdischen Gemeinde im mittelalterlichen Würzburg, legen Zeugnis ab vom hohen wissenschaftlichen Rang ihrer Mitglieder und haben auch uns heute noch viel zu sagen.


Exkursion
10. Mai 2003


Exkursion in das Frankfurter Städel-Museum

Rembrandt Rembrandt

Die repräsentative Ausstellung von etwa 50 Gemälden des holländischen Künstlers Rembrandt van Rijn (1606-1669), von frühen Arbeiten bis hin zu späten Meisterwerken, konnte das Städel-Museum nach langen Vorarbeiten mit dem Nationalmuseum Kyoto realisieren. Die Ausstellung wurde zuerst mit großem Erfolg in Japan gezeigt; in Europa, war sie nur in Frankfurt zu sehen.

Außerdem bestand die Möglichkeit, die Ausstellung

Rembrandt. Die Radierungen im Städel

mit einer Auswahl der schönsten Blätter aus dem druckgrafischen Werk Rembrandts zu besuchen.


Konzert
4. Juli 2003

 


6. Sommerkonzert im Sebastian-Englerth-Saal

 

International

Guitar meets Panflute

 

In Zusammenarbeit mit dem Verband ehemaliger Veitshöchheimer e.V. konnten wir ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis mit zwei international renommierten Solisten bieten:

Martin Maria Krüger, in Solingen geboren, studierte Gitarre bei dem weltbekannten Siegfried Behrend in Berlin sowie bei Dieter Kirsch in Würzburg, außerdem Perkussion bei Siegfried Fink. Als Solist und Kammermusiker bereiste er Nord- und Mittelamerika, Fern- und Nahost sowie Ost- und Südeuropa. 1982 wurde er Direktor des Würzburger Hermann-Zilcher-Konservatoriums und ist seit 1987 Direktor des Richard-Strauss-Konservatoriums in München. 2003 wurde Martin Krüger zum Präsidenten des Deutschen Musikrats gewählt.

Ulrich Herkenhoff, 1966 in Osnabrück geboren, lernte als Vierzehnjähriger die Panflöte in einem Konzert des Rumänen Gheorghe Zamfir kennen. Nach eingehenden Studien, u. a. Panflötenstudium am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium bei Jochen Gärtner, avancierte er zum international gefragten Konzertsolisten. 1992 erhielt er den Münchner "Förderpreis des Gasteig Kulturkreises", 1996 den „Bayerischen Staatsförderpreis für junge Künstler“. Im Jahr 2000 wurde Ulrich Herkenhoff mit dem begehrten Echopreis der Deutschen Phono-Akademie e.V. für seine CD „Symphonic Cinema“ ausgezeichnet als bester klassischer Instrumentalist des Jahres.

In der Kombination von Gitarre und Panflöte spielten Martin Krüger und Ulrich Herkenhoff unter der Devise
VON BAROCK BIS FOLKLORE
Werke von Telemann, Guiliani, Sor, Debussy, Ibert, Buhé, Hartig, de Falla und Villa-Lobos.


Museumsbesuch
23. September 2003


Führung durch die Sonderausstellung

 

Gehegt, gejagt, geopfert ...
Tiere im antiken Griechenland

 

in der Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums.

 

Die Ausstellung zeigte die unterschiedlichen Facetten im Verhältnis der Griechen zum Tier, das ihnen Arbeitshilfe und Gefährte, Transportmittel und Liebesgeschenk, Statussymbol, Nahrung und Opfergabe sein konnte und beleuchtete die enge Verbindung einzelner Tiere mit bestimmten Gottheiten. Es führte die Konservatorin der Antikensammlung und stellvertretende Vorsitzende der Simon-Höchheimer-Gesellschaft, Dr. Irma Wehgartner.


Vortrag
22. Oktober 2003


Vortrag von 
Professor Dr. Georg Steer

 

Selbstfindung als Weg

Über den Parzival des Wolfram von Eschenbach

 

Dieser höfische Roman führt zurück in die Zeit an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert, als auf dem politisch gesellschaftlichen Hintergrund des Lehnswesens für kurze Zeit das Rittertum als Träger der weltlichen Kultur auftrat. Nur aus dem Ordogedanken des Lehnrechts wird die ritterliche Ethik mit ihrer eigenen Werteordnung verständlich. Die Selbsterfahrung des ritterlichen Standes führte zur Entfaltung eines eigenen Humanitätsideals mit Werten wie Ehre, Würde, Zucht, Maß, Treue, Beständigkeit und Mildtätigkeit, die für alle Ritter erstrebenswert wurden.

Wolfram, als fränkischer Ministeriale in den Diensten der Herren von Wertheim, Wildenberg und Thüringen, verfasste auf seiner Stammburg in der Nähe von Ansbach Anfang des 13. Jahrhunderts den „Parzival“, in dem er den äußeren und inneren Werdegang Parzivals vom Artusritter zum Gralsritter schildert und ihn zum zeitlos gültigen Idealbild eines ritterlichen Menschen erhebt.